Unterschiedliche Formen der Wärmeübertragung

Man unterscheidet grundsätzlich die Wärmeübertragung in Strahlungs- und Konvektionswärme.

Strahlungswärme:
Sie entsteht durch unsichtbare, infrarote Strahlen, die nur feste Körper er- wärmen, also zum Beispiel den Boden und die Decke. Die Luft wird dabei nicht erwärmt. Strahlungswärme wird von den meisten Menschen als sehr angenehm empfunden.

Konvektionswärme:
Von Konvektionswärme spricht man, wenn sich kalte Luft am Heizkörper er- wärmt. Sie steigt dann auf, vermischt sich mit der Raumluft, kühlt nach einer gewissen Zeit wieder ab und strömt zum Heizkörper zurück. Bei zu starker Luftumwälzung und einem hohen Staubanteil der Luft wird Konvektionswärme von vielen Menschen als unangenehm empfunden.

Arten von Heizkörpern
Glieder-, Röhren- und Plattenheizkörper werden auch als Radiatoren bezeichnet, weil sie die Wärme durch Konvektion und Strahlung oder Radiation an die Umgebung abgeben.

Gliederheizkörper
sind die älteste Heizkörperform, wie der Name schon sagt, bestehen sie aus einzelnen, aneinandergereihten Gliedern. Dadurch kann die Größe des Heiz-körpers problemlos variiert werden, so dass jede gewünschte Wärmeleistung möglich ist. Gliederheizkörper geben die Wärme zu 70 Prozent durch Konvektion (Luftbewegung) und zu rund 30 Prozent durch Strahlung ab. Sie wurden früher aus Gußeisen gefertigt. Heute wird in der Regel Stahlblech verwendet, da dieses Material leichter und billiger ist.
Gliederheizkörper sind die preiswertesten Heizkörper überhaupt und werden wegen der problemlosen Anpassung an jede gewünschte Wärmeleistung heute überwiegend in großen Gebäuden, zum Beispiel in Schulen und Verwaltungs-gebäuden, eingebaut.

Röhrenheizkörper
sind im Prinzip eine Weiterentwicklung der Gliederheizkörper. Sie bestehen auch aus einzelnen Gliedern. Die Rohre können nicht nur nebeneinander, sondern auch in zwei bis sechs Reihen hintereinander angeordnet werden. Dadurch ist eine genaue Anpassung an die gewünschte Wärmeleistung möglich. Die Wärme- übertragung erfolgt bei Röhrenheizkörpern wie bei Gliederheizkörpern über-wiegend durch Konvektion (70 Prozent).In Privatwohnungen und -häusern werden Röhrenheizkörper auch als Sonder-formen installiert, zum Beispiel als Handtuchwärmer im Bad.

Plattenheizkörper
haben eine sehr flache Bauweise und werden in unterschiedlichen Formen und Farben angeboten, so dass sie nicht unbedingt wie ein Heizkörper aussehen und sich jeder Umgebung anpassen. Meistens bestehen Plattenheizkörper aus zwei senkrecht gestellten Platten und einem dazwischenliegenden Konvektionsblech. Um die Wärmeleistung zu erhöhen, können mehr als zwei Platten hintereinander gebaut werden.
Solche Heizkörper eignen sich vor allem für Renovierungen in Altbauten. Plattenheizkörper geben die Wärme überwiegend durch Strahlung an den Raum ab. Je nach Ausführung liegt der Anteil der Strahlungswärme bei 50 bis 70 Prozent.

Konvektoren
Bei den sogenannten Konvektoren wird dagegen die Wärme nur durch Konvekt- ion übertragen. Konvektoren bestehen aus Aluminium-, Kupfer- oder Stahlblech- Lamellen, die auf Rohre oder Rohrprofile aufgebracht werden. Sie werden so verkleidet, dass ein Schacht entsteht, durch den die Luft strömen muss. Dabei wird sie an den Lamellen erwärmt. Konvektoren sind bei gleicher Wärmeleistung wesentlich leichter als Radiatoren und benötigen weniger Heizwasser. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie zum Beispiel vor großen Terrassentüren oder vor Schaufenstern im Fußboden eingebaut werden können.

Sonderformen
wie zum Beispiel Handtuchwärmern, sind heute in vielen Badezimmern zu finden. Es gibt aber auch Heizkörper, die als Raumteiler oder als Treppengeländer fungieren. Der Phantasie sind hier wirklich kaum Grenzen gesetzt.