Umweltverordnungen

Energie-Einsparverordnung (EnEV)
Die Energie-Einsparverordnung soll einen Beitrag dazu leisten, die selbst auferlegte Verpflichtung Deutschlands, bis zum Jahr 2005 gegenüber dem Stand von 1990 25% CO2 weniger zu emittieren, einzuhalten. Ziel muss es deshalb sein, den Gebäudebestand mit hochentwickelter und ausgereifter Technik energetisch zu modernisieren. Die EnEV gibt für den Gebäudebestand die anlagentechnischen Maßnahmen vor. Die Energie-Einsparverordnung fasst die bauphysikalischen und anlagentechnischen Vorgaben zusammen und bezieht sie auf den Primärenergiebedarf. Dadurch wird die Umsetzung der Primärenergie in Wärme in die Betrachtung mit einbezogen:
Während bei der Verbrennung von Heizöl oder Erdgas die Primärenergie zu mehr als 80% in Heizwärme umgesetzt wird (einschließlich der Transport- und Umwandlungsverluste / Raffinerie), beträgt der Primärenergie- Wirkungsgrad bei Stromheizungen wegen des geringen Kraftwerk-Wirkungsgrades nur 34%.

Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV)
Die Überdimensionierung alter Heizkessel, die zu Zeiten geringer Energiekosten gang und gäbe war, führt zusammen mit der konstant hohen Kesselwasser-temperatur und der nach heutigen Maßstäben unzureichenden Wärmedämmung der Heizkessel zu großen Verlusten. Die 1. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung schreibt für alle Heizkessel bestimmte Grenzwerte für den Abgasverlust vor, die verbindlich spätestens ab 2004 eingehalten werden müssen.
Bei sofortiger Modernisierung aller Heizkessel, die die Grenzwerte nicht einhalten und dementsprechend bis 2004 ausgetauscht werden müssen, könnten insgesamt 1,6 Mrd. Liter Heizöl und 1 Mrd. m3 Erdgas eingespart werden. Dies bedeutet, dass nicht nur Brennstoffkosten, sondern auch Emissionen in erheblichem Umfang verringert würden und so ein großer Beitrag zur Entlastung unserer Umwelt geleistet werden könnte.